01.05.2019

Neulich …

… kamen wir mal wieder auf das Thema Zeitmanagement zu sprechen. Zeitmanagement heißt natürlich vor allem Prioritätenmanagement (Eisenhower-Methode). Aber man kann auch viel tun, um die vorhandene Zeit besser zu nutzen.

Ein entscheidender Punkt ist dabei das konzentrierte Arbeiten, ohne sich von Zeitfressern und anderen Störenfrieden ablenken zu lassen.

Natürlich sind Zeitmanagement-Techniken keine Kochrezepte. Sie gelingen nicht automatisch. Jeder muss das für sich, seine Persönlichkeit, seine Stärken und Schwächen, seine beruflichen Aufgaben, sein Umfeld … die richtige Strategie finden.

Die Pomodoro-Technik ist dafür eine einfache und effektive Methode.

Pomodoro ist das italienische Wort für Tomate und hat eigentlich aber auch wirklich gar nichts mit Zeitmanagement zu tun. Übrigens im Russischen heißen die Tomaten auch Pomodori.

Das Prinzip wurde in den 80er Jahren vom italienischen Unternehmer Francesco Cirillo entwickelt und verwendet einen Kurzzeitwecker, um die Arbeit in 25 Minuten-Abschnitte und Pausen einzuteilen.

Die Technik besteht aus fünf Schritten:

  1. Die Aufgabe möglichst konkret aufschreiben
  2. Einen Timer auf 25 Minuten stellen
  3. Die Aufgabe bearbeiten, bis die 25 Minuten vorbei sind und der Timer klingelt
  4. 5 Minuten Pause
  5. Den nächsten 25 Minuten-Block durcharbeiten, nach 4 Blöcken eine größere Pause von 15-20 Minuten einlegen.

Cirillo verwendete als Kurzzeitwecker (das war lange vor der I-Phone-Zeit) eine Eieruhr in Form einer Tomate, daher Pomodoro.

Das charmante an dieser Technik ist, dass 25 Minuten ein überschaubarer Zeitabschnitt ist, den man gut durcharbeiten kann. Wenn man in dieser Zeit nur konzentriert an einer Sache arbeitet, nichts anderes macht und sich nicht stören lässt, dann geht die Welt nicht unter und man hat richtig etwas geschafft.

Wir leben ja nicht mehr in den 1980er Jahren. Es gibt nicht nur den Timer auf dem Smartphone, sondern viele Apps (Pomodoro) die beim Organisieren helfen.

Kombinieren sollte man diese Technik mit der Festlegung was ist wichtig / was ist dringend und was soll wann gemacht werden (Eisenhower-Methode) und der Salami-Taktik (große Aufgaben in lösbare Teilaufgaben unterteilen. Außerdem sind mit dem „sich nicht stören lassen“ und dem „sich nicht selber ablenken“ schon zwei böse Zeitfresser erfolgreich eingeschränkt.

Ich finde – ein simple und effektive Methode, die mit den italienischen Tomaten.

Mehr dazu im Seminar Zeit- und Selbstmanagement.