15.12.2016

Neulich…

… haben wir diskutiert: „Gibt es noch das klassische Jahresendgeschäft“?

Nach meinem Eindruck, ein klares „Jein“. Früher waren die Kundenbudgets, insbesondere bei den Krankenhäusern, jährlich ausgerichtet. Geld konnte nur schwer mit ins Neue Jahr genommen werden, es musste ausgegeben werden.

Dem ist nicht mehr so, die Budgets sind deutlich flexibler geworden.

Natürlich gibt es im zweiten Halbjahr viele wichtige Jahreskongresse der Fachgesellschaften, und natürlich noch die Medica als wichtigste Medizintechnik-Messe. Solche Veranstaltungen mit vielen Kundenkontakten pushen den Umsatz, teilweise auch kurzfristig.

Trotzdem würde ich die Frage aus Abnehmersicht eher mit „Nein“ beantworten.

Anders sieht es bei den Herstellern und Händlern aus. Hier gibt es häufig Vertriebsdruck von oben, mit allen Möglichkeiten das Jahresergebnis noch zu verbessern, um das Ziel doch noch zu erreichen oder die Boni noch zu steigern. Wie auch immer. Es wird versucht Aufträge vorzuziehen, diese noch in diesem Jahr abzurechnen, Teillieferungen zu machen etc. Schade nur, dass dieser Umsatz dann am Anfang des nächsten Jahres fehlt. Dann geht der Stress weiter, warum ist der Januar so schlecht … ;-(

Also hier ein klares „Ja“ zum Jahresendgeschäft aus Hersteller-/Lieferantensicht.

Außerdem gibt es zum Jahresende noch viel Sonstiges zu tun. Die Sachen aufarbeiten, die im Büro liegen geblieben sind, z.B. die Spesenabrechnungen, die Jahresendbesuche beim Kunden (arme Pharmareferenten) u.v.m.

Ich nehme mir jedes Jahr vor, die Weihnachtszeit mehr zu genießen, mehr Zeit für die Familie zu haben, in Ruhe die Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Es wird wohl auch dieses Jahr nicht so richtig gelingen.

Machen Sie es besser!

Ich wünsche ein frohes Fest, ein paar erholsame Tage zwischen den Jahren und alles Gute im Neuen Jahr

 

Ihr

 

André Henke

Schreibe einen Kommentar